Biotechnologisch-  Biomedizinisches-  Zentrum  

Biotechnologisch-
Biomedizinisches-
Zentrum

Pressemitteilungen

Forscher entwickeln "Landkarte" für Krebswachstum

19. September 2019

Forscher der Universität und des Universitätsklinikums Leipzig haben herausgefunden, dass die Tumorausbreitung und die Gewebeinvasion von Krebszellen anhand der entwicklungsbiologischen Abstammung der Gewebe vorhersagbar sind. Die Simulationen von Ausbreitungsmustern des Gebärmutterhalstumors und die Analyse von pathologischen Daten lieferte ihnen Ergebnisse, die der vorherrschenden Meinung widersprechen, dass sich Tumore zufällig und nach allen Richtungen gleich ausbreiten. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten sie kürzlich in dem renommierten Fachjournal „Scientific Reports“.

Prof. Dr. Josef Alfons Käs

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Detlev Belder erhält Fresenius-Preis 2019

06. September 2019

Prof. Dr. Detlev Belder, Analytischer Chemiker an der Universität Leipzig, wird der Fresenius-Preis 2019 verliehen. Damit würdigt die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) seine wissenschaftliche Leistung und sein Engagement für die Belange der Analytischen Chemie. Die Auszeichnung – eine Goldmedaille, eine Urkunde und ein Geldbetrag – bekommt der Forscher im Rahmen der Eröffnungsfeier des Wissenschaftsforums Chemie am 15. September in Aachen.

Prof. Dr. Detlev Belder

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Bakterien in fermentierten Lebensmitteln interagieren mit unserem Immunsystem

24. Mai 2019

Milchsäurebakterien sind gut für den Körper und spielen für unsere Gesundheit eine zentrale Rolle. Warum das so ist, war bislang weitgehend unerforscht. Wissenschaftler der Universität Leipzig haben nun herausgefunden, dass Menschen und Menschenaffen auf ihren Zellen einen Rezeptor besitzen, welcher durch Signale von Bakterien aktiviert wird, die in fermentierten Lebensmitteln vorkommen. Die Studie liefert damit neue Einblicke in die evolutionäre Dynamik zwischen Mikroben und Immunsystem. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler aktuell im Forschungsmagazin Plos Genetics veröffentlicht.

Dr. med. Torsten Schöneberg
(in Zusammenarbeit mit dem Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik des Universitätsklinikums Leipzig, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv))

Alarmsignale der Haut

Vortrag für Senioren am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum geht dem Ärgernis des Juckreizes nach

23. Mai 2019

Wer hat es selbst nicht schon dutzendfach erlebt: Es summt, man schlägt vorbei und was bleibt ist ein juckender Insektenstich. Oder ein Kontakt mit Brennesseln reizt die Haut und verführt zum Kratzen. Selbst jemandem beim Kratzen zuzusehen, kann ansteckend sein. Aber auch bestimmte Nahrungsmittel, Medikamente oder Krankheitserreger können Ekzeme oder andere Erkrankungen der Haut hervorrufen und starken, anhaltenden Juckreiz hervorrufen. Juckende und rote Stellen sind Alarmsignale einer gestörten Hautschutzbarriere, welche besonders häufig bei Kleinkindern und älteren Menschen auftreten.
Prof. Dr. Thomas Magin, Professor für Zell- und Entwicklungsbiologie an der Universität Leipzig, nimmt sich deshalb Ende Mai im Rahmen der Seniorenakademie des Themas an. In seinem Vortrag wird Professor Magin - der u.a. die Regeneration der Haut erforscht - berichten, wie unsere Haut aufgebaut ist, welche Botenstoffe und Signale an das Gehirn ausgesendet werden und diesen Reiz auslösen.
Mit dem Vortrag ist auch ein kleines Jubiläum verbunden: Vor 15 Jahren startete das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum (BBZ) seine Kooperation mit der Seniorenakademie. Seitdem bietet das BBZ einmal im Semester einen Vortrag für Senioren an. Die Themen reichten dabei von der Alzheimerschen Erkrankung über die Auswirkungen der Klimaveränderungen auf die Infektionskrankheiten bis hin zur Zukunft der Bioenergie. Die vielseitigen Themenangebote stoßen auf große Resonanz: Mit jeweils bis zu hundert wissbegierigen Teilnehmern sind die einmal im Semester stattfindenden Vorträge gut besucht.

BBZ allgemein, Seniorenakademie, Prof. Dr. T. Magin, 

Neue Methoden zur Herstellung von großringigen Cyclodextrinen entwickelt

29. April 2019

Biochemiker der Universität Leipzig haben neue Methoden zur Herstellung von großringigen Cyclodextrinen entwickelt. Diese mit Enzymen hergestellten ringförmigen Abbauprodukte von Stärke können Einschlussverbindungen mit kleineren Molekülen (Gastmolekülen) bilden.
Die Forscher aus der Arbeitsgruppe Mikrobiologie und Bioverfahrenstechnik von Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann konstruierten gemeinsam mit den Arbeitsgruppen von  Prof. Dr. Andrea A. Robitzki und Prof. Dr. Detlev Belder erstmals Enzyme, mit denen sich besonders großringige Cyclodextrine in größeren Mengen herstellen lassen. Mit diesen eröffnen sich neue Anwendungsmöglichkeiten, etwa bei der Trennung und Analyse von Stoffgemischen und bei der Herstellung von Pharmazeutika.

Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann,  Prof. Dr. Andrea A. Robitzki, Prof. Dr. Detlev Belder

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Leipziger Wissenschaftspreis 2019 an Professorin Hey-Hawkins vergeben

12. April 2019

Mit einem Festakt im Alten Rathaus zu Leipzig ist heute der diesjährige, mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Leipziger Wissenschaftspreis verliehen worden. Die doppelte Auszeichnung ging an zwei Preisträger: Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins, Professorin für Anorganische Chemie an der Universität Leipzig, und Prof. Dr. Frank-Dieter Kopinke, Leiter des Departments Technische Umweltchemie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).Der Preis, der regelmäßig von der Stadt Leipzig, der Universität Leipzig und von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig verliehen wird, prämiert jeweils Arbeiten, die höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügen und Leipzigs Ruf als Stadt der Wissenschaften mit einer national und international gewichtigen Forschungs- und Bildungslandschaft festigen.

Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins

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Grüne Biotechnologie: Neuer Weg zum Ersatz von Stärke für die Biotechnologie durch Photosynthese gefunden

10. April 2019

Wissenschaftlern der Universität Leipzig ist ein wichtiger Schritt in der grünen Biotechnologie gelungen. Die Forscher unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Wilhelm vom Institut für Biologie fanden einen neuen, eleganten Weg, um einen Stärkeersatz für die Biotechnologie mit Hilfe der Photosynthese zu gewinnen, ohne dabei Biomasse bilden zu müssen. Ihre Erkenntnisse haben sie kürzlich im renommierten „Plant Biotechnology Journal 2019“ veröffentlicht.

Prof. Dr. Christian Wilhelm

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Boys´Day im BBZ:
Hineinschnuppern in die Berufswelt von Lebenswissenschaftlern

29. März 2019

Zehn Jungen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt schnupperten am Boys´Day, einer bundesweiten Aktion zur Berufsorientierung, im Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum in die Berufswelt von Lebenswissenschaftlern hinein.
Die Zentrale Studienberatung startete den Tag mit einem kleinen Ausflug in die Studien-und Ausbildungsmöglichkeiten an der Universität Leipzig.  In der sich anschließenden  Schnuppervorlesung von Dr. Uwe Müller aus der Professur für Immunologie wurden die Jugendlichen Zuschauer im Tatort Körper: Wie versucht der menschliche Organismus den Angriff von Krankheitserregern zu überleben? Und wie trotzen diese der Kontrolle durch das Immunsystem? Wie es in der Praxis aussieht erprobten die Schüler im Alter von 12 bis 16 in den Laboren der Professur für Strukturanalytik von Biopolymeren: Unter Anleitung von Dr. Renato Weiße konnten die Jungen an einem Haar Proteinkristalle wachsen lassen und das Ergebnis unter dem Mikroskop anschauen.

BBZ allgemein, Professur für Strukturanalytik von Polymeren, Professur für Immunologie

Molekulares Doping -
Chemiker finden Methode zur gezielten Platzierung von Phosphor-Atomen

25. März 2019

Chemiker um Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins haben in Kooperation mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich einen neuartigen Baustein für die Synthese phosphorreicher Verbindungen mit sogenannten Carboranen entwickelt. Die Forscher fanden eine Methode, um die hauptsächlich aus den Elementen Bor und Kohlenstoff bestehenden Carborane mit Phosphor-Atomen als "molekulares Doping“ so anzureichern, dass neue Strukturen für die Bindung von Metallen entstehen. Die resultierenden Komplexe könnten interessante Eigenschaften wie Magnetismus aufweisen und könnten die in vielen Bereichen angewendete chemische Katalyse effizienter gestalten.
Ihre Untersuchung haben die Wissenschaftler in „Chemical Communications“ veröffentlicht.

MSc. Peter Coburger, Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins

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BuildMoNa zeichnet beste Vorträge und wissenschaftliche Leistungen aus

20. März 2019

Am 18. und 19. März 2019 fand die Jahrestagung der Graduiertenschule Leipzig School of Natural Sciences – Building with Molecules and Nano-objects (BuildMoNa) statt. Bei der Jahrestagung wurden wieder die BuildMoNa-Awards 2019 vergeben, mit welchen Nachwuchswissenschaftler für herausragende wissenschaftliche Leistungen gewürdigt wurden.
Der erste Preis ging an Max Kneiß vom Felix-Bloch-Institut für Festkörperphysik. Zwei Doktoranden
aus dem Institut für Anorganische Chemie (Forschergruppe Prof. Dr. E. Hey-Hawkins) erhielten den zweiten  Preis: Marta Gozzi und Benedikt Schwarze wurden für ihre Forschungsarbeiten zu neuartigen potenziellen Krebsmedikamenten ausgezeichnet, die auf dem biologischen Aktivitätsprofil von Molybda- (Schwarze) und Ruthenacarboran-Komplexen (Gozzi) basieren.

BuildMoNa, Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins

„Blut spenden mit Herz, fürs Herz“ lautete der Titel der Blutspendenaktion von nutriCARD. Mit dabei waren (v.l.n.r.): Walter Brehm, Peggy G. Braun, Claudia Wiacek, Denise Melde, Erich Schröger, Svenne Eichler und Maria Kryger. Foto: nutriCARD

nutriCARD-Aktionstag: Blut spenden mit Herz, für´s Herz

15. März 2019

Der Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit (nutriCARD) und die Blutbank des Leipziger Universitätsklinikums haben einen erfolgreichen Aktionstag für mehr Herzgesundheit organisiert. Bei der Veranstaltung unter dem Motto „Blut spenden mit Herz, für’s Herz“ haben sich am 8. März rund 50 Besucher für eine Blutspende entschieden. Zahlreiche Interessierte informierten sich zudem über die Forschungsergebnisse des Clusters und probierten die an unserer
Universität entwickelten herzgesünderen Lebensmittel.
Der Dekan der Veterinärmedizinischen Fakultät, Walter Brehm,  und auch die Transferbeauftragte für Life Science Dr. Susanne Ebitsch gingen mit gutem Beispiel voran und ließen sich Blut abnehmen. Auch die Geschäftsführerin des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ), Dr. Svenne Eichler, nahm am nutriCARD-Aktionstag teil.

nutriCARD, Dr. Susanne Ebitsch, Dr. Svenne Eichler

Hohe Ehrung für Biochemie-Professorin Beck-Sickinger

27. Februar 2019

Die Amerikanische Peptidgesellschaft zeichnet Biochemikerin Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger von der Universität Leipzig mit dem Vincent du Vigneaud Award 2019 aus. Die Wissenschaftlerin ist die zweite Deutsche unter den bislang 40 Preisträgern. Bislang erhielten erst vier Europäer diese Auszeichnung. Der mit 5000 US-Dollar dotierte Preis wird im Rahmen des Internationalen Peptidsymposiums in Monterey (Kalifornien, USA) im Juni dieses Jahres verliehen. Die Amerikanische Peptidgesellschaft würdigt damit Beck-Sickingers Verdienste um Peptidhormone und deren molekulare Funktion, sowie die Aufklärung der Wechselwirkungen mit den Rezeptoren und ihre Anwendung in der Therapie.

Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger

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Forscher entwickeln neue Methode zur Entschlüsselung chemischer Reaktionen

15. Februar 2019

Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Detlev Belder hat eine neue Methode zur Entschlüsselung chemischer Reaktionen entwickelt. Damit können die äußerst kurzlebigen, während der Reaktion entstehende Moleküle - sogenannte Intermediate - besser beobachtet werden. Anhand der zeitlichen Abfolge der Intermediate lässt sich genau verstehen, warum eine Reaktion gerade so und nicht anders abläuft. Das ermöglicht es, Reaktionsmechanismen gezielt zu beeinflussen, um beispielsweise die Ausbeute von ganz bestimmten, maßgeschneiderten Reaktionsprodukten zu optimieren und so effizienter für die industrielle Nutzung zu machen. Ihre Forschungsergebnisse brachten die Wissenschaftler auf das Titelbild der online bereits erschienenen Ausgabe des angesehenen Fachjournals „Analytical Chemistry“, deren Printausgabe am 5. März 2019 veröffentlicht wird.

Prof. Dr. Detlev Belder

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Außergewöhnliche Rezeptoren in der Bauchspeicheldrüse können Insulin-Freisetzung reguliere

5. Februar 2019

Die Rezeptoren waren bislang nur für die Synapsenbildung und in der Embryonalentwicklung bekannt. Nun haben Forscher des  Rudolf-Schönheimer-Institut für Biochemie sie auch erstmals in Verbindung mit Stoffwechselprozessen gebracht. Die Wissenschaftler aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Torsten Schöneberg konnten nachweisen, dass ein bestimmter Rezeptor in Zellen der Bauchspeicheldrüse aktiviert oder blockiert werden kann.
In der Folge wird mehr oder weniger Insulin von den Zellen abgegeben.
Ihre Studie haben die Wissenschaftler aktuell im Fachmagazin Cell Reports veröffentlicht.

Dr. Simone Prömel, Dr. Doreen Thor, Prof. Dr. Torsten Schöneberg

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Neuer Ansatz zum Sortieren von Tröpfchen in Mikrochips

5. Februar 2019

Chemiker aus der Forschergruppe "Konzentrations-Analytik und Miniaturisierung" haben einen neuen Ansatz zum Sortieren einzelner Tröpfchen gefunden, die durch haarfeine Kanäle eines Mikrochips sausen. Dies gelingt, indem die Tröpfchen mit extrem kurzen Laserschüssen bestrahlt werden. Dann wird gemessen, wie lange die einzelnen Antwortblitze dauern. Diese Technologie könnte die Entwicklung maßgeschneiderter Medikamente beflügeln. Die Chemiker um Prof. Dr. Detlev Belder und Sadat Hasan haben ihre neuen Erkenntnisse kürzlich in dem renommierten Fachjournal „Lab on a Chip“ veröffentlicht.

Prof. Dr. Detlev Belder

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Kooperationsprojekt für neue Technologie zum Nachweis von Glyphosat

Forscher aus Leipzig und Dresden arbeiten mit sächsischen Unternehmen zusammen

1. Februar 2019

Immer wieder sind glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel in den Schlagzeilen, da diese chemische Verbindung als möglicherweise krebserregend diskutiert wird. Der schnelle und möglichst wenig aufwendige Nachweis von Glyphosat ist daher ein wichtiges Thema, dem sich Forscher der Universität Leipzig und der Technischen Universität Dresden in Zusammenarbeit mit drei sächsischen Firmen in einem gerade gestarteten Projekt widmen: In den kommenden drei Jahren wollen Prof. Dr. Tilo Pompe vom Institut für Biochemie der Universität Leipzig gemeinsam mit dem Team von Dr. Kai Ostermann am Institut für Genetik der Technischen Universität Dresden und den sächsischen Firmen Anvajo GmbH, UMEX GmbH Dresden und IfU GmbH Privates Institut für Umweltanalysen eine neuartige Technologie zum schnellen und einfachen Nachweis von Glyphosat zur Marktreife bringen.

Prof. Dr. Tilo Pompe

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Research Academy verleiht Promotionspreise an Nachwuchsforscher

1. Februar 2019

Jedes Jahr vergibt die Research Academy Leipzig Promotionspreise an Nachwuchswissenschaftler und honoriert damit die exzellente Qualität von Dissertationen, die an den Graduiertenzentren entstanden sind. Am 31. Januar fand anläßlich des Jahresempfangs der Research Academy die Preisverleihung statt.
Unter den sechs Preisträgern sind auch zwei Nachwuchsforscher aus Arbeitsgruppen von BBZ-Mitgliedern:

Toni Grell vom Graduiertenzentrum Mathematik/Informatik und Naturwissenschaften wurde für seine Arbeit „New Aspects on the Coordination Chemistry of Hexa-tert-butyl-octaphosphine“ ausgezeichnet.
Seit 2014 hat sich der Nachwuchsforscher im Arbeitskreis von Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins mit der Synthese  phosphorreicher Metallkomplexe als Präkursoren für phosphorreiche Metallphosphide beschäftigt und seine Dissertation mit summa cum laude abgeschlossen. Sieben Manuskripte, unter anderem in der Zeitschrift "Angewandte Chemie" sind bereits mit seiner Beteiligung zum Thema phosphorreiche Verbindungen entstanden. Seine interdisziplinären Aktivitäten, insbesondere im Bereich der Theoretischen Chemie und spektroskopischen Methoden, führten darüber hinaus zur Mitautorenschaft an fünf weiteren Publikationen.

Liv Kalbitzer wurde für ihre unter der Betreuung von Prof. Dr. Tilo Pompe abgeschlossene Dissertation zum Thema „Topological, mechanical & biochemical modifications of 3D collagen I matrices for in vitro cell studies“ mit dem Katharina-Windscheid-Preis ausgezeichnet.
Die Doktorarbeit beruht auf fünf wissenschaftlichen Publikationen in führenden peer-reviewed Fachzeitschriften auf dem Gebiet der Biomaterialforschung, wobei zwei davon von Kalbitzer als Erstautorin verfasst wurden. Die exzellente Qualität und Relevanz dieser Arbeiten spiegelt sich nicht nur in den Veröffentlichungen in sehr guten Fachzeitschriften wider, sondern auch in der hohen Akzeptanz unter Fachkollegen und der interdisziplinären Zusammenarbeit innerhalb ihres Forschungsprojektes. Diese sehr guten wissenschaftlichen Leistungen erbrachte sie vor dem Hintergrund der Geburt und Erziehung ihrer zwei Kinder während der Zeit der Promotion. Dies ist außergewöhnlich, da ihre Ergebnisse auf intensiven experimentellen biochemischen und biophysikalischen Labortätigkeiten beruhen. Die Anfertigung einer herausragenden Promotion unter diesen  besonderen Umständen wurde deshalb mit dem Katharina-Windscheid-Preis gewürdigt.

Dr. Toni Grell / Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins, Dr. Liv Kalbitzer / Prof. Dr. Tilo Pompe

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Fachtagung „Kunststoff trifft Medizintechnik“:
Kunststoffverarbeiter und Medizintechniker auf Exkursion im BBZ

1. Februar 2019

Auch in diesem Jahr war das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum Veranstaltungspartner des Kunststoff-Zentrums bei der Tagung „Kunststoff trifft Medizintechnik“. In der VDI-GaraGe im Westen von Leipzig trafen  Unternehmen der Kunststoffbranche auf Hersteller, Zulieferer und Dienstleister von Medizinprodukten. Bei der anwendungsorientierten Tagung, die zum zweiten Mal statt fand,  zeigte das Vortragsprogramm wie Kunststoff speziell für medizinische Anwendungen zu hochwertigen medizinisch-technischen Lösungen gewinnbringend eingesetzt werden kann. Referenten namhafter Unternehmen der Branche gaben spannende Einblicke in ihre Arbeit und zeigen Potenziale und Herausforderungen für die Kunststoffverarbeiter im Bereich der Medizintechnik.
Nicht nur unsere Transferbeauftragte, Dr. Susanne Ebitsch, war als Aussteller aktiv vor Ort. Auch die Wissenschaftler um Prof. Dr. Andrea Robitzki von der Professur für Molekularbiologisch-biochemische Prozesstechnik stellten auf der die Fachtagung begleitenden Ausstellung ihre neusten Biochips vor.
Vertiefende Einblicke in die Herstellung, Funktionsweise und Anwendung der Mikrochips konnten die Teilnehmer bei einer Exkursion in das BBZ gewinnen, die im Anschluss an das Vortragsprogramm des ersten Veranstaltungstages angeboten wurde. Prof. Andrea Robitzki führte durch das Labor ihrer Professur und stellte die verschiedenen Projekte der Forschungsgruppe vor.

Prof. Dr. Andrea Robitzki, Dr. Susanne Ebitsch

Big-Data-Zentrum ScaDS geht in zweite Förderphase

31. Januar 2019

Das Big-Data-Zentrum "Competence Center for Scalable Data Services and Solutions Dresden/Leipzig" (ScaDS) der Universität Leipzig, der Technischen Universität Dresden und weiterer Forschungspartner ist in die zweite Förderphase gestartet. Am 31. Januar 2019 fand die Kickoff-Veranstaltung in Dresden statt, an der neben den Projektverantwortlichen auch die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, sowie die Rektoren der Universitäten Leipzig und Dresden, Prof. Dr. Beate Schücking und Prof. Hans Dr. Müller-Steinhagen, teilgenommen haben. Das Kompetenzzentrum wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Es hatte im Oktober 2014 seine Arbeit aufgenommen In den kommenden drei Jahren wird es nun vom BMBF mit weiteren 5,5 Millionen Euro gefördert.
Wissenschaftliche Koordinatoren des Kompetenzzentrums sind Prof. Dr. Wolfgang E. Nagel von der TU Dresden und Prof. Dr. Erhard Rahm vom Institut für Informatik an der Universität Leipzig.

Prof. Dr. Erhard Rahm

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BBZ-Mitglieder auf dem Parlamentarischen Abend der Universität zu den Themen Strukturwandel, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Digitalisierung

 

30. Januar 2019

Am 29. Januar lud die Universität Leipzig zu ihrem zweiten Parlamentarischen Abend nach Dresden ein. Aktuelle politische Herausforderungen in Sachsen wie der Strukturwandel durch den Kohleausstieg, der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Digitalisierung standen im Mittelpunkt der Präsentationen und Gespräche.
Prof. Dr. Christian Wilhelm vom Institut für Biologie stellte den Parlamentariern das Projekt „Integrierte Biotechnologie – Innovativer Ansatz zur Wertschöpfung am Modell Lausitz“ vor. Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig entwickelt sein Team ein Modell für einen Transformationsprozess in der Lausitz. Neben der wissenschaftlich-technischen Innovation werden dabei auch regionale Spezifika berücksichtigt sowie Akzeptanzforschung in Form von sozioökonomischer Begleitung betrieben.
Aktuelle Forschungsprojekte zum Thema Intelligente Datenanalyse präsentierte Prof. Dr. Gerik Scheuermann, Professur für Bild- und Signalverarbeitung am Institut für Informatik, und betonte dabei die Notwendigkeit der Absicherung der Informatik-Ausbildung an den sächsischen Hochschulen.

Prof. Dr. Christian Wilhelm, Prof. Dr. Gerik Scheuermann

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Leipziger Research Festival: Ein Drittel der Posterpreise an Doktoranden von BBZ-Mitgliedern verliehen

21. Januar 2019

Unter den Preisträgern des 15. Research Festivals, welches am 18. Januar 2019 im  Studienzentrums der Medizinischen Fakultät stattfand, sind in diesem Jahr ein Drittel der Preisträger Doktoranden von Mitgliedern des BBZ.
Mit dem Nachwuchspreis für besondere Forschungsleistungen in Medizin und Life Sciences wurden ausgezeichnet:

Preisträger

Titel der Posterpräsentation

Forschungsgruppenleiter/
Betreuer

Tom Wippold

Hyaluronan/collagen hydrogels containing sulfated hyaluronan increase efficiency of HB-EGF during wound healing

Prof. J.-C. Simon /
Dr. U. Anderegg

Friederike Rabiger

Characterization of canine CD4+CD8α+ double-positive T cells in lymphatic and non-lymphatic organs

Prof. G. Alber/
M. Eschke

Lieselotte Erber

Fishing for tRNAs – Hairpin based library preparation of mature tRNAs for High Throughput Sequencing

Prof. P. Stadler /
Prof. M. Mörl

Sofie Schmidt

The influence of perineuronal nets on the aggregation and spreading of the Tau protein in Alzheimer´s disease

Prof. M. Morawski /
Prof. T. Arendt /

Siegrid Uxa

Transcriptional expression of the proliferation marker Ki-67

Prof. K. Engeland

Das 2002 erstmals durchgeführte "Leipziger Research Festival" präsentiert der Öffentlichkeit eine jährliche Leistungsbilanz der medizinisch-biowissenschaftlichen Forschung in Sachsen mit Schwerpunkt der Leipziger Universität, des Klinikums und angrenzender Forschungsinstitute der Leipziger Region. Es umfasst alle innovativen Gebiete der universitären Medizin und Biowissenschaften, die für Prävention und Gesundheitsförderung der Bevölkerung von Bedeutung sind.

Preise für die wissenschaftlichen Leistungen der vorgestellten Projekte werden anlässlich des Leipziger Research Festivals nach Qualität des Abstracts und der moderierten Posterpräsentation des wissenschaftlichen Autors vergeben. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch fachlich qualifizierte, unabhängige Hochschullehrer der Fakultäten für Medizin und Biowissenschaften nach einem Punktesystem. Die Preise bestehen jeweils aus einer Urkunde und einem Buchgutschein für wissenschaftliche Literatur. Es werden jährlich 15 Preise aus ca. 350 präsentierten Projekten vergeben.

Research Festival, Prof. J.-C. Simon, Prof. P. Stadler, Prof. M. Mörl , Prof. Dr. G. Alber, Prof. Dr. T. Arendt, Prof. Dr. K. Engeland

Zur Seite des Research Festivals

Evamarie Hey-Hawkins als erste Leipziger Universitätsprofessorin in die Europäische Akademie der Wissenschaften aufgenommen

10. Januar 2019

In Anerkennung ihrer internationalen wissenschaftlichen Leistungen wurde Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins, Professorin am Institut für Anorganische Chemie der Universität Leipzig, im Dezember 2018 als Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften (European Academy of Sciences, EurASc) aufgenommen.
Die Europäische Akademie der Wissenschaften (EurASc) wurde 2003 gegründet und hat ihren Sitz in Brüssel. Die EurASc hat rund  600 Mitglieder, darunter 65 Nobelpreisträger und Fields-Medaillengewinner aus 45 Ländern. Sie ist eine unabhängige internationale Vereinigung angesehener Wissenschaftler, deren Ziel es ist, die besten europäischen Wissenschaftler mit einer Vision für ein vereinigtes, nationale Grenzen überschreitendes Europa auszuwählen.

Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins

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letzte Änderung: 04.10.2019 

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