Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm unseres Zentrums ist auf Therapie und Diagnostik der Zukunft ausgerichtet: Durch Spezialisierung, Visualisierung und Miniaturisierung entwickeln Forschungsgruppen am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum Wirkstoffe und Zellen als Produkte und Instrumente.

Fluoreszenzaufnahme von Mitochondrien
Fluoreszenzaufnahme von Mitochondrien, Foto: BBZ, Molekulare Zelltherapie

Forschungsschwerpunkte

Forschung, Entwicklung und Validierung von Werkzeugen und Technologien für Hochdurchsatz-Screening/-Diagnostik und rationale Wirkstoffforschung

  • Integrative pharmakogenomische Anwendungen bei der Behandlung kardiovaskulärer, neurodegenerativer, onkologischer, endokrinologischer Stoffwechsel-Erkrankungen und Infektionskrankheiten
  • Entwicklung neuer, intelligenter Nano-/Mikrostruktur-Zell-/Membran-Schnittstellen zum Einsatz in Diagnostik und Therapie
  • Entwicklung systembiologischer Ansätze zur Entwicklung von in-silico-Zell-, -Gewebe- und -Molekülmodellen – neue prädiktive Diagnostik-, Therapie- und Wirkstofftestsysteme
  • Entwicklung bioaktiver, intelligenter (Mikro-)Implantate und Zelltransplantate zur Reparatur, Regeneration und Steuerung biologischer Prozesse
  • Genetische Neuprogrammierung von Zellen, Zelllinien und Stammzellen zur Behandlung von vererbten oder erworbenen Krankheiten

Wissenschaftliche Erfolge

Mit Hilfe von Protein Engineering werden Biologika für künftige Therapieansätze zur Bekämpfung von Krankheiten entwickelt. Für die Wirkstofftestung stehen zell- und gewebebasierte Modelle zur Verfügung, die Krankheitsverläufe simulieren. Diese bilden gleichermaßen die Basis, um Krankheiten besser aufklären zu können. Im Reinraum gefertigte Mikrochip-Systeme bieten u.a. schnelle und hochsensitive Nachweisverfahren, mit welchen Wirkstoffe parallel und in Echtzeit getestet werden können. Im Kampf gegen Infektionskrankheiten und Sepsis stehen aktuelle Forschungsprojekte mit Bezug zur „omics“-Bioanalytik im Fokus.

Durch Mitglieder eingeworbene Drittmittel und  Drittmittelprojekte

Von 2015 bis 2018 wurden Drittmittel in Höhe von 35 Millionen Euro für 116 Verbundprojekte, Teilprojekte innerhalb größerer Forschungsverbünde sowie Einzelprojekte eingeworben.
Über 40 Prozent der eingeworbenen Drittmittel wurde von der DFG gefördert.

Die in den Grafiken dargestellten Drittmitteleinnahmen aus der Wirtschaft resultieren aus Industrie­kooperationen.

Verteilung der eingeworbenen Drittmittel von 2015 bis 2018
Verteilung der eingeworbenen Drittmittel von 2015 bis 2018. Abbildung: Universität Leipzig, BBZ, Geschäftsführung
Eingeworbene Drittmittel des Zentrums in Euro
Eingeworbene Drittmittel in Mio. Euro von 2015 bis 2018. Abbildung: Universität Leipzig, BBZ, Geschäftsführung
Eingeworbene Drittmittelprojekte von 2015 bis 2018
Eingeworbene Drittmittelprojekte von 2015 bis 2018. Abbildung: Universität Leipzig, BBZ, Geschäftsführung

Methoden- und Technologien am Zentrum

Die Forschungsschwerpunkte des BBZ kombinieren neue Methoden und Technologien an der Schnittstelle zur molekularen Zellbiologie und Genetik mit der Nanotechnologie, Biophysik, (Nano)Medizin, Pharmazie, Biochemie, Bioinformatik und Biomedizintechnik. Die interdisziplinären Forschergruppen bieten mit wissenschaftlicher Expertise aktuelle und zukunftsorientierte Aspekte im Bereich Nano-Biotechnologie und Biomedizin.

Innovationen wurden in den vergangenen Jahren durch die Etablierung von Technologieplattformen und Forschungsprojekten mit dem Fokus Therapien und Diagnoseverfahren, Bioinstrumente, biophysikalische Testverfahren und Gewebeersatz gesetzt. Neue Ansätze finden sich nicht nur in den angestammten Gebieten der Biologie, Biochemie, Bioinformatik und Biophysik, sondern auch in den Grenzgebieten dieser klassischen Disziplinen. Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen beschäftigen sich z. B. mit dem Protein Engineering für Tumortherapie, der Entwicklung von in vivo Krankheitsmodellen, der Biosensorik für Diagnostik und Wirkstofftestung sowie der Bioreaktorentwicklung für Gewebe- und Organrekonstruktion.

Neben dieser vielfältigen Expertise in der roten Biotechnologie und Biomedizin hat sich die weiße Biotechnologie (Biokatalyse) als zweiter Schwerpunkt etabliert. Die Leipziger Expertise in der Proteintechnologie (Proteinexpression, Strukturanalytik, Proteinmodifikation, Bioanalytik, Protein-Design) spielt dabei eine wesentliche Rolle als bindendes Glied der gemeinsamen Entwicklung von roter und weißer Biotechnologie.

Konkret kommen am Zentrum folgende Methoden und Technologien zur Anwendung:

  • Genomik
  • Proteomik
  • Glykomik
  • Proteinstrukturanalyse
  • Peptidsynthese
  • Molekulare Zellbiologie
  • Tissue Engineering
  • Nanotechnologie
  • Mikrosystemtechnik
  • Sensor- und Biomedizintechnik 

In etablierten Methoden- und Gerätepools stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BBZ hochwertige technologische Anwendungen mit Spezialgeräten – die zum Teil Unikate aus Eigenentwicklung sind – anderen Foschungsgruppen und Unternehmen für Kooperationen zur Verfügung.

Erfahren Sie mehr zu den Technologielinien am Zentrum

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