Biotechnologisch-  Biomedizinisches-  Zentrum  

Biotechnologisch-
Biomedizinisches-
Zentrum

Pressemitteilungen

Hohe Ehrung für Biochemie-Professorin Beck-Sickinger

27. Februar 2019

Die Amerikanische Peptidgesellschaft zeichnet Biochemikerin Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger von der Universität Leipzig mit dem Vincent du Vigneaud Award 2019 aus. Die Wissenschaftlerin ist die zweite Deutsche unter den bislang 40 Preisträgern. Bislang erhielten erst vier Europäer diese Auszeichnung. Der mit 5000 US-Dollar dotierte Preis wird im Rahmen des Internationalen Peptidsymposiums in Monterey (Kalifornien, USA) im Juni dieses Jahres verliehen. Die Amerikanische Peptidgesellschaft würdigt damit Beck-Sickingers Verdienste um Peptidhormone und deren molekulare Funktion, sowie die Aufklärung der Wechselwirkungen mit den Rezeptoren und ihre Anwendung in der Therapie.

Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger

Zur Pressemitteilung der Universität

Forscher entwickeln neue Methode zur Entschlüsselung chemischer Reaktionen

15. Februar 2019

Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Detlev Belder hat eine neue Methode zur Entschlüsselung chemischer Reaktionen entwickelt. Damit können die äußerst kurzlebigen, während der Reaktion entstehende Moleküle - sogenannte Intermediate - besser beobachtet werden. Anhand der zeitlichen Abfolge der Intermediate lässt sich genau verstehen, warum eine Reaktion gerade so und nicht anders abläuft. Das ermöglicht es, Reaktionsmechanismen gezielt zu beeinflussen, um beispielsweise die Ausbeute von ganz bestimmten, maßgeschneiderten Reaktionsprodukten zu optimieren und so effizienter für die industrielle Nutzung zu machen. Ihre Forschungsergebnisse brachten die Wissenschaftler auf das Titelbild der online bereits erschienenen Ausgabe des angesehenen Fachjournals „Analytical Chemistry“, deren Printausgabe am 5. März 2019 veröffentlicht wird.

Prof. Dr. Detlev Belder

Zur Pressemitteilung der Universität

Außergewöhnliche Rezeptoren in der Bauchspeicheldrüse können Insulin-Freisetzung reguliere

5. Februar 2019

Die Rezeptoren waren bislang nur für die Synapsenbildung und in der Embryonalentwicklung bekannt. Nun haben Forscher des  Rudolf-Schönheimer-Institut für Biochemie sie auch erstmals in Verbindung mit Stoffwechselprozessen gebracht. Die Wissenschaftler aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Torsten Schöneberg konnten nachweisen, dass ein bestimmter Rezeptor in Zellen der Bauchspeicheldrüse aktiviert oder blockiert werden kann.
In der Folge wird mehr oder weniger Insulin von den Zellen abgegeben.
Ihre Studie haben die Wissenschaftler aktuell im Fachmagazin Cell Reports veröffentlicht.

Dr. Simone Prömel, Dr. Doreen Thor, Prof. Dr. Torsten Schöneberg

Zur Pressemitteilung der Universität

Neuer Ansatz zum Sortieren von Tröpfchen in Mikrochips

5. Februar 2019

Chemiker aus der Forschergruppe "Konzentrations-Analytik und Miniaturisierung" haben einen neuen Ansatz zum Sortieren einzelner Tröpfchen gefunden, die durch haarfeine Kanäle eines Mikrochips sausen. Dies gelingt, indem die Tröpfchen mit extrem kurzen Laserschüssen bestrahlt werden. Dann wird gemessen, wie lange die einzelnen Antwortblitze dauern. Diese Technologie könnte die Entwicklung maßgeschneiderter Medikamente beflügeln. Die Chemiker um Prof. Dr. Detlev Belder und Sadat Hasan haben ihre neuen Erkenntnisse kürzlich in dem renommierten Fachjournal „Lab on a Chip“ veröffentlicht.

Prof. Dr. Detlev Belder

Zur Pressemitteilung der Universität

Kooperationsprojekt für neue Technologie zum Nachweis von Glyphosat

Forscher aus Leipzig und Dresden arbeiten mit sächsischen Unternehmen zusammen

1. Februar 2019

Immer wieder sind glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel in den Schlagzeilen, da diese chemische Verbindung als möglicherweise krebserregend diskutiert wird. Der schnelle und möglichst wenig aufwendige Nachweis von Glyphosat ist daher ein wichtiges Thema, dem sich Forscher der Universität Leipzig und der Technischen Universität Dresden in Zusammenarbeit mit drei sächsischen Firmen in einem gerade gestarteten Projekt widmen: In den kommenden drei Jahren wollen Prof. Dr. Tilo Pompe vom Institut für Biochemie der Universität Leipzig gemeinsam mit dem Team von Dr. Kai Ostermann am Institut für Genetik der Technischen Universität Dresden und den sächsischen Firmen Anvajo GmbH, UMEX GmbH Dresden und IfU GmbH Privates Institut für Umweltanalysen eine neuartige Technologie zum schnellen und einfachen Nachweis von Glyphosat zur Marktreife bringen.

Prof. Dr. Tilo Pompe

Zur Pressemitteilung der Universität

Research Academy verleiht Promotionspreise an Nachwuchsforscher

1. Februar 2019

Jedes Jahr vergibt die Research Academy Leipzig Promotionspreise an Nachwuchswissenschaftler und honoriert damit die exzellente Qualität von Dissertationen, die an den Graduiertenzentren entstanden sind. Am 31. Januar fand anläßlich des Jahresempfangs der Research Academy die Preisverleihung statt.
Unter den sechs Preisträgern sind auch zwei Nachwuchsforscher aus Arbeitsgruppen von BBZ-Mitgliedern:

Toni Grell vom Graduiertenzentrum Mathematik/Informatik und Naturwissenschaften wurde für seine Arbeit „New Aspects on the Coordination Chemistry of Hexa-tert-butyl-octaphosphine“ ausgezeichnet.
Seit 2014 hat sich der Nachwuchsforscher im Arbeitskreis von Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins mit der Synthese  phosphorreicher Metallkomplexe als Präkursoren für phosphorreiche Metallphosphide beschäftigt und seine Dissertation mit summa cum laude abgeschlossen. Sieben Manuskripte, unter anderem in der Zeitschrift "Angewandte Chemie" sind bereits mit seiner Beteiligung zum Thema phosphorreiche Verbindungen entstanden. Seine interdisziplinären Aktivitäten, insbesondere im Bereich der Theoretischen Chemie und spektroskopischen Methoden, führten darüber hinaus zur Mitautorenschaft an fünf weiteren Publikationen.

Liv Kalbitzer wurde für ihre unter der Betreuung von Prof. Dr. Tilo Pompe abgeschlossene Dissertation zum Thema „Topological, mechanical & biochemical modifications of 3D collagen I matrices for in vitro cell studies“ mit dem Katharina-Windscheid-Preis ausgezeichnet.
Die Doktorarbeit beruht auf fünf wissenschaftlichen Publikationen in führenden peer-reviewed Fachzeitschriften auf dem Gebiet der Biomaterialforschung, wobei zwei davon von Kalbitzer als Erstautorin verfasst wurden. Die exzellente Qualität und Relevanz dieser Arbeiten spiegelt sich nicht nur in den Veröffentlichungen in sehr guten Fachzeitschriften wider, sondern auch in der hohen Akzeptanz unter Fachkollegen und der interdisziplinären Zusammenarbeit innerhalb ihres Forschungsprojektes. Diese sehr guten wissenschaftlichen Leistungen erbrachte sie vor dem Hintergrund der Geburt und Erziehung ihrer zwei Kinder während der Zeit der Promotion. Dies ist außergewöhnlich, da ihre Ergebnisse auf intensiven experimentellen biochemischen und biophysikalischen Labortätigkeiten beruhen. Die Anfertigung einer herausragenden Promotion unter diesen  besonderen Umständen wurde deshalb mit dem Katharina-Windscheid-Preis gewürdigt.

Dr. Toni Grell / Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins, Dr. Liv Kalbitzer / Prof. Dr. Tilo Pompe

Zur Pressemitteilung der Universität

Fachtagung „Kunststoff trifft Medizintechnik“:
Kunststoffverarbeiter und Medizintechniker auf Exkursion im BBZ

01. Februar 2019

Auch in diesem Jahr war das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum Veranstaltungspartner des Kunststoff-Zentrums bei der Tagung „Kunststoff trifft Medizintechnik“. In der VDI-GaraGe im Westen von Leipzig trafen  Unternehmen der Kunststoffbranche auf Hersteller, Zulieferer und Dienstleister von Medizinprodukten. Bei der anwendungsorientierten Tagung, die zum zweiten Mal statt fand,  zeigte das Vortragsprogramm wie Kunststoff speziell für medizinische Anwendungen zu hochwertigen medizinisch-technischen Lösungen gewinnbringend eingesetzt werden kann. Referenten namhafter Unternehmen der Branche gaben spannende Einblicke in ihre Arbeit und zeigen Potenziale und Herausforderungen für die Kunststoffverarbeiter im Bereich der Medizintechnik.
Nicht nur unsere Transferbeauftragte, Dr. Susanne Ebitsch, war als Aussteller aktiv vor Ort. Auch die Wissenschaftler um Prof. Dr. Andrea Robitzki von der Professur für Molekularbiologisch-biochemische Prozesstechnik stellten auf der die Fachtagung begleitenden Ausstellung ihre neusten Biochips vor.
Vertiefende Einblicke in die Herstellung, Funktionsweise und Anwendung der Mikrochips konnten die Teilnehmer bei einer Exkursion in das BBZ gewinnen, die im Anschluss an das Vortragsprogramm des ersten Veranstaltungstages angeboten wurde. Prof. Andrea Robitzki führte durch das Labor ihrer Professur und stellte die verschiedenen Projekte der Forschungsgruppe vor.

Prof. Dr. Andrea Robitzki, Dr. Susanne Ebitsch

Big-Data-Zentrum ScaDS geht in zweite Förderphase

31. Januar 2019

Das Big-Data-Zentrum "Competence Center for Scalable Data Services and Solutions Dresden/Leipzig" (ScaDS) der Universität Leipzig, der Technischen Universität Dresden und weiterer Forschungspartner ist in die zweite Förderphase gestartet. Am 31. Januar 2019 fand die Kickoff-Veranstaltung in Dresden statt, an der neben den Projektverantwortlichen auch die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, sowie die Rektoren der Universitäten Leipzig und Dresden, Prof. Dr. Beate Schücking und Prof. Hans Dr. Müller-Steinhagen, teilgenommen haben. Das Kompetenzzentrum wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Es hatte im Oktober 2014 seine Arbeit aufgenommen In den kommenden drei Jahren wird es nun vom BMBF mit weiteren 5,5 Millionen Euro gefördert.
Wissenschaftliche Koordinatoren des Kompetenzzentrums sind Prof. Dr. Wolfgang E. Nagel von der TU Dresden und Prof. Dr. Erhard Rahm vom Institut für Informatik an der Universität Leipzig.

Prof. Dr. Erhard Rahm

Zur Pressemitteilung der Universität

BBZ-Mitglieder auf dem Parlamentarischen Abend der Universität zu den Themen Strukturwandel, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Digitalisierung

 

30. Januar 2019

Am 29. Januar lud die Universität Leipzig zu ihrem zweiten Parlamentarischen Abend nach Dresden ein. Aktuelle politische Herausforderungen in Sachsen wie der Strukturwandel durch den Kohleausstieg, der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Digitalisierung standen im Mittelpunkt der Präsentationen und Gespräche.
Prof. Dr. Christian Wilhelm vom Institut für Biologie stellte den Parlamentariern das Projekt „Integrierte Biotechnologie – Innovativer Ansatz zur Wertschöpfung am Modell Lausitz“ vor. Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig entwickelt sein Team ein Modell für einen Transformationsprozess in der Lausitz. Neben der wissenschaftlich-technischen Innovation werden dabei auch regionale Spezifika berücksichtigt sowie Akzeptanzforschung in Form von sozioökonomischer Begleitung betrieben.
Aktuelle Forschungsprojekte zum Thema Intelligente Datenanalyse präsentierte Prof. Dr. Gerik Scheuermann, Professur für Bild- und Signalverarbeitung am Institut für Informatik, und betonte dabei die Notwendigkeit der Absicherung der Informatik-Ausbildung an den sächsischen Hochschulen.

Prof. Dr. Christian Wilhelm, Prof. Dr. Gerik Scheuermann

Zur Pressemitteilung der Universität

Leipziger Research Festival: Ein Drittel der Posterpreise an Doktoranden von BBZ-Mitgliedern verliehen

21. Januar 2019

Unter den Preisträgern des 15. Research Festivals, welches am 18. Januar 2019 im  Studienzentrums der Medizinischen Fakultät stattfand, sind in diesem Jahr ein Drittel der Preisträger Doktoranden von Mitgliedern des BBZ.
Mit dem Nachwuchspreis für besondere Forschungsleistungen in Medizin und Life Sciences wurden ausgezeichnet:

Preisträger

Titel der Posterpräsentation

Forschungsgruppenleiter/
Betreuer

Tom Wippold

Hyaluronan/collagen hydrogels containing sulfated hyaluronan increase efficiency of HB-EGF during wound healing

Prof. J.-C. Simon /
Dr. U. Anderegg

Friederike Rabiger

Characterization of canine CD4+CD8α+ double-positive T cells in lymphatic and non-lymphatic organs

Prof. G. Alber/
M. Eschke

Lieselotte Erber

Fishing for tRNAs – Hairpin based library preparation of mature tRNAs for High Throughput Sequencing

Prof. P. Stadler /
Prof. M. Mörl

Sofie Schmidt

The influence of perineuronal nets on the aggregation and spreading of the Tau protein in Alzheimer´s disease

Prof. M. Morawski /
Prof. T. Arendt /

Siegrid Uxa

Transcriptional expression of the proliferation marker Ki-67

Prof. K. Engeland

Das 2002 erstmals durchgeführte "Leipziger Research Festival" präsentiert der Öffentlichkeit eine jährliche Leistungsbilanz der medizinisch-biowissenschaftlichen Forschung in Sachsen mit Schwerpunkt der Leipziger Universität, des Klinikums und angrenzender Forschungsinstitute der Leipziger Region. Es umfasst alle innovativen Gebiete der universitären Medizin und Biowissenschaften, die für Prävention und Gesundheitsförderung der Bevölkerung von Bedeutung sind.

Preise für die wissenschaftlichen Leistungen der vorgestellten Projekte werden anlässlich des Leipziger Research Festivals nach Qualität des Abstracts und der moderierten Posterpräsentation des wissenschaftlichen Autors vergeben. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch fachlich qualifizierte, unabhängige Hochschullehrer der Fakultäten für Medizin und Biowissenschaften nach einem Punktesystem. Die Preise bestehen jeweils aus einer Urkunde und einem Buchgutschein für wissenschaftliche Literatur. Es werden jährlich 15 Preise aus ca. 350 präsentierten Projekten vergeben.

Research Festival, Prof. J.-C. Simon, Prof. P. Stadler, Prof. M. Mörl , Prof. Dr. G. Alber, Prof. Dr. T. Arendt, Prof. Dr. K. Engeland

Zur Seite des Research Festivals

 

 

Evamarie Hey-Hawkins als erste Leipziger Universitätsprofessorin in die Europäische Akademie der Wissenschaften aufgenommen

10. Januar 2019

In Anerkennung ihrer internationalen wissenschaftlichen Leistungen wurde Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins, Professorin am Institut für Anorganische Chemie der Universität Leipzig, im Dezember 2018 als Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften (European Academy of Sciences, EurASc) aufgenommen.
Die Europäische Akademie der Wissenschaften (EurASc) wurde 2003 gegründet und hat ihren Sitz in Brüssel. Die EurASc hat rund  600 Mitglieder, darunter 65 Nobelpreisträger und Fields-Medaillengewinner aus 45 Ländern. Sie ist eine unabhängige internationale Vereinigung angesehener Wissenschaftler, deren Ziel es ist, die besten europäischen Wissenschaftler mit einer Vision für ein vereinigtes, nationale Grenzen überschreitendes Europa auszuwählen.

Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins

Zur Pressemitteilung der Universität


letzte Änderung: 07.03.2019 

Kontakt

Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum
Deutscher Platz 5
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-31300
Telefax: +49 341 97-31309
E-Mail

Geschäftsführerin
Dr. Svenne Eichler

pages